Regulation

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes ist notwendig, um den pH-Wert im Blut zu stabilisieren. Dabei spielen folgende Faktoren eine wesentliche Rolle:

Ernährung kann den Säure-Basen-Haushalt regulieren

Den Säure-Basen-Haushalt regulieren vor allem die Nährstoffe aus unserer Ernährung, in dem diese sauer oder basisch verstoffwechselt werden. Aber auch wenn wir atmen oder uns körperlich betätigen, fällt Säure als Abfallprodukt der Energiegewinnung in den Zellen an und beeinflusst den pH-Wert im Blut.

Puffersysteme stabilisieren den pH-Wert Blut

Unser Körper ist mit einem leistungsfähigen Puffersystem ausgestattet und kann so den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Puffer sind Schutzvorrichtungen, die Entgleisungen der pH-Werte in den Körperflüssigkeiten und in den Zellen abfangen, vor allem zur Stabilisierung vom pH-Wert im Blut. Wichtige Bestandteile dieses Puffersystems zur Regulation des Säure-Basen-Haushalt sind das im Blut gelöste basische Bikarbonat sowie der rote Blutfarbstoff Hämoglobin. Zink ist ein Cofaktor für das Enzym Carboanhydrase, welches für die Bildung von Bikarbonat mitverantwortlich und deswegen wichtig für die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes ist. Durch die Puffersysteme und der Stabilisierung des pH-Wert im Blut richtet zuviel Säure zunächst keinen Schaden an.

Den Säure-Basen-Haushalt mit Bikarbonat-Puffer regulieren

Das im Blut gelöste Bikarbonat kann Säure binden. Es entsteht Kohlensäure, die zu Wasser und Kohlendioxid zerfällt. Kohlendioxid wird über die Lunge abgeatmet. Auf diese Weise kann der pH-Wert im Blut schnell und effektiv korrigiert werden. Den Säure-Basen-Haushalt regulieren Bikarbonat-Puffer. Dazu muss dieser ständig regeneriert werden, in dem über die Nahrung basische Mineralverbindungen zugeführt werden.

Ausscheidungsorgane Niere und Lunge für einen stabilen pH Wert im Blut

Die wichtigsten Organe, die den Säure-Basen-Haushalt regulieren, sind die Niere und die Lunge. Die Niere ist das einzige Organ, das direkt Säure aus dem Körper ausscheiden kann. Die Lunge sorgt kurzfristig für einen stabilen pH-Wert im Blut über die Atmung. So kann der Körper durch die verstärkte Abatmung von Kohlendioxid den Säure-Basen-Haushalt regulieren.

Knochen und Bindegewebe können den Säure-Basen-Haushalt regulieren

Stößt das Puffersystem an seine Grenzen und ist die Säureausscheidungs-Kapazität der Niere ausgeschöpft, muss der Körper zur Aufrechterhaltung optimaler Stoffwechselbedingungen diese Säure „aus dem Verkehr ziehen". Durch die Einlagerung von Säure im Bindegewebe - das aufgrund seiner physikalischen Beschaffenheit besonders dafür geeignet ist - kann der Körper den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Der pH-Wert im Blut wird dadurch stabilisiert. Aber die Fähigkeit des Bindegewebes, Wasser zu binden, nimmt ab. Die Zufuhr des Spurenelementes Kupfer kann zur Erhaltung eines normalen Bindegewebes beitragen.

Zur Regulation des Säure-Basen-Haushalt greift der Organismus auf die körpereigenen Basendepots, den Knochen, zurück. Auch so kann der pH-Wert im Blut stabilisiert werden. Zum Ausgleich der Säurebelastung werden basische Mineralstoffe aus den Knochen freigesetzt. Hält dieser Zustand länger an, verschiebt sich zunehmend auch das physiologische Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau, wodurch vermehrt Knochensubstanz abgebaut wird. Die Zufuhr der beiden Mineralstoffe Kalzium und Magnesium trägt zur Knochengesundheit bei.