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Ursachen einer chronischen Übersäuerung
Ernährung

Unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten verursachen einen deutlichen Säureüberschuss. Dies liegt zum einen daran, dass unsere Lebensmittel die lebensnotwendigen basischen Komponenten (organisch gebundene Mineralstoffe) heute in deutlich geringerer Menge aufweisen. Vor allem aber der verstärkte Genuss von tierischem Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier) und Getreideprodukten und ein deutlich verminderter Verzehr von frischem Obst, Gemüse und Salat führt zu einer Steigerung der Säurebelastung und damit langfristig zu einer chronischen Übersäuerung.

Sauer bedeutet nicht gleich Säure
Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass Lebensmittel, die sauer schmecken, auch säurebildend sind. Dem ist keineswegs so. Der Grund ist einfach: Unsere Geschmacksnerven auf der Zunge reagieren nur auf sauer, jedoch nicht auf basisch. Wir sind also nicht in der Lage basisch zu schmecken. Sauer schmeckende Früchte wie z.B. Zitronen enthalten reichlich Basen, die wir nicht schmecken, die aber einen basischen Effekt im Körper haben. Für den basischen Effekt von Obst, Gemüse und Salat sind die organischen Mineralverbindungen verantwortlich. Insbesondere handelt es sich um z.B. an Zitronensäure gebundene Mineralstoffe wie Kalium-, Natrium-, Magnesium- oder Calciumcitrat. Beim Abbau dieser organischen Mineralverbindungen wird Säure verbraucht – dadurch nimmt die Säurebelastung insgesamt ab. Der basische Effekt eines Lebensmittels hängt also maßgeblich vom Gehalt an Mineralstoffen ab.

 

Säurebildende Lebenmittel
Zu den Nährstoffen mit säurebildender Wirkung gehört vor allem Eiweiß. Dies liegt daran, dass Eiweiß einen hohen Anteil von Schwefel enthält, der zu Schwefelsäure abgebaut wird. Auch Phosphor und Chlorid sind säurebildend (Phosphorsäure, Salzsäure). Selbstverständlich kommen derart starke Säuren nicht im Blut oder Gewebe vor, sondern werden umgehend durch

die Puffersysteme neutralisiert. Wird der Puffer stärker in Anspruch genommen, sinkt insgesamt die Leistungsfähigkeit des Puffers (vgl. Regulation) mit den typischen Folgen einer chronischen Übersäuerung.
Welche Nahrungsmittel sauer, welche basisch verstoffwechselt werden, finden Sie mit Hilfe unseres Säure-Basen-Rechners.

Fasten und Diäten

Sowohl die Gewichtsabnahme durch eine verminderte Kalorienzufuhr als auch der völlige Verzicht auf feste Nahrung beim Fasten führen zu entscheidenden Veränderungen im Säure-Basen-Gleichgewicht. Denn der Körper wird gezwungen auf seine Energiereserven zurückzugreifen, also vor allem Fettdepots abzubauen. Dies kann durchaus gewünscht sein, allerdings wird die Bildung von sog. „Ketosäuren“ angekurbelt, die bei der Verbrennung von Fettsäuren entstehen und den Stoffwechsel belasten. Eine ausgeprägte Übersäuerung (Ketoazidose) kann die Folge sein, wodurch sich die gesamte Stoffwechselleistung eher verschlechtert. Die meist nach einigen Tagen auftretenden typischen Diät- bzw. Fastenkrisen sind die unangenehme Folge einer solchen Ketoazidose. Der Erfolg des Fastens und Abnehmens stellt sich also eher ein, wenn darauf geachtet wird, die zusätzlich anfallende Säureproduktion durch eine ausreichende Zufuhr von Obst, Gemüse und Salat zu kompensieren bzw. entsprechend auf Basenprodukte wie Basica® zurückzugreifen falls z.B. entsprechende Lebensmittel im Rahmen der Diät nicht erlaubt sind.

Körperliche und seelische Belastung

Aber auch Stress, Hektik, körperliche und seelische Belastungen stören das harmonische Säure-Basen-Gleichgewicht. Die Folge ist ein deutlicher Anstieg der Säurebelastung, der ohne Gegenmaßnahmen langfristig zu einer chronischen Übersäuerung führt.

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